Fantreff 10.04.2026

Genz-Brüder waren am internationalen Geschwistertag zu Gast
Fantreff der Red Devils mit den Brüdern Genz
Beim jüngsten Fantreff des Fanclubs Red Devils waren gut 20 Fans anwesend und erlebten einen unterhaltsamen und persönlichen Abend mit den Brüdern Genz: Jo Gerrit und Fredi. Während Jo Gerrit als Feldspieler aktiv ist, steht Fredi bekanntlich im Tor.
Fredi berichtete, dass er durch seinen Bruder zum Handball gekommen sei. Beide hatten zuvor Fußball gespielt, allerdings hätten sie auf dem Ascheplatz lieber Sandburgen gebaut – der Wechsel zum Handball sei daher die bessere Entscheidung gewesen. Die Eltern hätten bis heute Kontakt zur ersten Trainerin, da sich daraus ein enger Freundeskreis entwickelt habe.
Ihre Handballkarriere begann beim CVJM Oberwiehl. Besonders in Erinnerung blieb dabei eine Szene aus der D-Jugend: Da der eigentliche Torwart fehlte, wurde in die Runde gefragt, wer ins Tor gehen wolle – Fredi meldete sich als Erster. Rückblickend, so waren sich alle einig, sei das eine sehr gute Entscheidung gewesen.
Fredi gab außerdem spannende Einblicke in seine persönlichen Rituale vor einem Spiel. So habe er am Spieltag bewusst keinen Wecker gestellt, um entspannt in den Tag zu starten. Nachmittags habe er sich teilweise sogar einen Powernap gegönnt. Zum Frühstück habe stets ein Käsebrötchen mit gekochtem Ei gehört, und genau eine Stunde vor Spielbeginn habe er seine Schuhe gebunden. Neben dem Handball stehe Fredi kurz vor dem Abschluss seines Studiums der Wirtschaftsinformatik.
Jo Gerrit musste seine Geschichte an diesem Abend nicht noch einmal ausführlich erzählen, da er bereits mehrfach Gast beim Fantreff gewesen war. In der Gesprächsrunde blickte er dennoch auf seine Karriere zurück und betonte, dass er stolz auf seinen Weg sei – auch ohne ganz große Titel. Besonders die vielen Begegnungen mit Menschen hätten seine Laufbahn geprägt.
Er erklärte, dass für ihn früh festgestanden habe, seine Profikarriere beim TuS zu beenden. Sein Wechsel zu LiT sei eine bewusste Entscheidung gewesen, da ihn das Konzept überzeugt habe und er dazu beitragen wolle, TuS und LiT wieder näher zusammenzuführen. Die Gespräche mit dem TuS seien dabei von Anfang an offen und ehrlich gewesen. Rückblickend äußerte er auch selbstkritisch, dass seine Leistungen nicht immer seinen Ansprüchen entsprochen hätten. Zudem habe er nicht länger gewollt, dass seine Freundin weiterhin so stark zurückstecken müsse. Mit seiner Entscheidung sei er heute „jeden Tag ein Stück glücklicher“.
Für die Zukunft plane er unter anderem, das „Projekt Langschläfer“ irgendwann zu beenden. Aktuell absolviere er eine Ausbildung zum Sportfachwirt, die er innerhalb von zwölf Monaten abschließen könne, und sei zudem als Trainee beim TuS tätig.
Auf Nachfrage eines Fans berichteten beide, dass ihre Eltern früher oft entscheiden mussten, welches Spiel sie besuchen – je nachdem, welcher Spielort näher lag, da Jo Gerrit beim TuS und Fredi zeitweise in Bietigheim gespielt hatten. Heute sei die Situation deutlich entspannter.
Auch eine kleine Fragerunde durfte nicht fehlen. Bei den „One-Word-Answers“ entschied sich Fredi klar für Krafttraining statt Lauftraining. Auf die Frage, mit wem er gerne ein Bier trinken würde, fiel ihm nach längerer Denkpause schließlich Henning Fritz ein.
Für viele Lacher sorgte das Abschlussspiel, bei dem beide Brüder Rücken an Rücken saßen und ohne Absprache auf sich selbst oder den anderen zeigen mussten:
• Pünktlicher: beide zeigten auf sich selbst
• Früher aufstehen: Einigkeit für Gerrit
• Besserer Musikgeschmack: einstimmig Fredi
• Besserer Koch: ebenfalls Fredi
• Mehr am Handy: beide zeigten auf sich selbst
• Mehr Bücher lesen: keiner – was für Gelächter sorgte
• Besserer Autofahrer: beide wollten es sich nicht nehmen lassen
• Länger im Bad: einstimmig Gerrit, „wegen der Haare“
• Besserer Handballer: Gerrit zeigte auf Fredi
Mit Blick auf die Saison äußerten beide die Einschätzung, dass es eine gute Spielzeit wäre, wenn der TuS den sechsten Platz erreichen würde.
Zum Abschluss richteten beide noch persönliche Worte an die Fans. Fredi betonte, dass die Unterstützung – besonders bei Auswärtsspielen – keinesfalls selbstverständlich sei. Jo Gerrit bedankte sich ebenfalls herzlich und bezeichnete die Fans als „herzensgute Menschen“. Besonders hob er die gelebte Inklusion sowie die zahlreichen Aktionen außerhalb des Handballs hervor. Als kleines Dankeschön spendete er zudem zwei Kisten Bier für die kommende Auswärtsfahrt nach Nordhorn-Lingen.